Nach einem überlegenen Sieg in der Bezirkswertung und den Landessiegen in Silber mit einer noch nie dagewesenen Zeit von 30,46 sec und in Bronze, steuerte die Bewerbssaison 2022 auf den absoluten Höhepunkt, die Feuerwehr WM von 22. – 23. Juli zu.

Die Bewerbsgruppen Hinterschiffl und die Damengruppe aus Julbach wurden am 16. Juli verabschiedet und verbrachten eine Woche im WM Ort Celje um sich zu akklimatisieren und das Bewerbsgerät kennen zu lernen. Im sogenannten Österreicherhaus (eine für die Wettkämpfer zur Verfügung gestellte Unterkunft) lernten sie die übrigen österreichischen Bewerbsgruppen kennen und schlossen dabei Freundschaften.

Unterstützt von 150 mitgereisten Fans die sie kräftig anfeuerten, galt die gesamte Konzentration am Wettkampftag den entscheidenden 30 Sekunden auf die sie sich jahrelang vorbereitet haben. Und sie lieferten was sich die gesamte Fangruppe vor Ort, die Fangruppe beim Public Viewing und die Gemeinde Julbach erhofft, aber nicht erwartet hatte.

Die WM Heroes aus Hinterschiffl liefen die BESTE LÖSCHANGRIFFSZEIT der gesamten WM und ließen die Dauerkonkurrenten der FF St. Martin, die sie in der Bewerbssaison 2022 11 x besiegt hatten, hinter sich. St. Martin schaffte es aber, mit einer grandiosen Staffellaufzeit die „Schifflerbuam“ noch abzufangen und sicherte sich damit den WM Titel.

Das Anfeuern und die anschließende Siegesfeier hinterließen nicht nur bei den Vizeweltmeistern Spuren, sondern auch bei den mitgereisten Fans. U.a. musste der mitgereiste Abschnittskommandant seine Stimmbänder an den darauffolgenden Tagen schonen. Berichten zu Folge ist das allerdings ausschließlich auf das Anfeuern der Bewerbsgruppen zurückzuführen!

Die Damenbewerbe standen am darauffolgenden Tag auf dem Programm, wobei die Damengruppe aus Julbach aufgrund der bisherigen Leistungen zu den Mitfavoriten zählte. Auch beim Training liefen sie Fabelzeiten, denen die Konkurrentinnen aus den anderen Ländern nichts entgegensetzen konnten. Am Tag X schlug das Schicksal allerdings gnadenlos zu. Sie hatten sowohl beim Löschangriff als auch beim Staffellauf jenes Pech, das man normalerweise in 5 Jahren nicht hat. Sie erreichten aber trotzdem den hervorragenden 7. Platz und sind darüberhinaus die beste österr. Damengruppe.

Am Sonntag stand der Empfang der OÖ Weltmeisterteilnehmer in St. Martin auf dem Programm, zu dem die Vizeweltmeister beinahe nicht erscheinen konnten. Ein Keilriemenriss beim Mannschaftsbus drohte den Empfang zu verhindern (Autobahn Maribor, Sonntag Vormittag!). Bodenständig und handwerklich geschickt wie sie sind, haben Sie kurzerhand den Keilriemen samt Lager (beides beim Bordwerkzeug im Bus mitgeführt) selbst getauscht und die Fahrt fortgesetzt. Der Chauffeur verbot den „Mechanikern“ allerdings bis zur nächsten Waschgelegenheit im Innenraum des Busses etwas anzugreifen 😊.

… und so kamen sie noch rechtzeitig zum Empfang in St. Martin. LH Thomas Stelzer und Landesrätin Michaela Langer-Weninger sowie der Präsident des Österr. Bundesfeuerwehrverbandes Robert Mayer gratulierten und waren beeindruckt von den Leistungen der Wettkämpfer. Nach dem Empfang in St. Martin erfolgte der eigentliche Empfang der WM Teilnehmer in ihrer Heimatgemeinde zu dem auch Robert Mayer und LR Langer-Weninger mitgereist waren. Angeführt von der Musikkapelle Julbach marschierten die erfolgreichen WM Teilnehmer/innen, begleitet vom jeweiligen Kommandanten, durch einen Blaulichtkorso zur Ehrentribühne. Bgm. Plattner stellte die Wettkämpfer/innen einzeln vor und erhob sie zu den Siegern der Herzen, was ihnen auch von den übrigen österr. Wettkampfgruppen bescheinigt wurde.

Die Feuerwehren des Abschnittes zollten mit Ihrer Anwesenheit beim Empfang und dem Blaulichtkorso den gebührlichen Respekt und unterstrichen einmal mehr, die Verbundenheit miteinander.

Das Abschnittskommando und alle Feuerwehren gratulieren zu diesen hervorragenden Leistungen und sind stolz, gleich zwei Wettkampfgruppen in Ihren Reihen zu haben, die zu den Weltbesten gehören!